Unsere Fünftage-Wohngruppen

© Partnerschaftliche Erziehungshilfe e.V.


  Inhalt:

 Spezielle strukturelle Merkmale

  • Die Fünftage-Gruppe deckt grundsätzlich die Versorgung und Erziehung von Minderjährigen nur in einer spezifischen Arbeits- und Aufgabenteilung zusammen mit der Familie ab und zwar gemäß gemeinsamer Vereinbarung.
  • Wesentliche Merkmale: Betreuung und Übernachtung in der Gruppe von Montag-Morgen bis Freitag-Abend, intensive Familienarbeit mit allen Familien durch eine spezielle Fachkraft, drei sozialpädagogische MitarbeiterInnen plus Anerkennungspraktikantin sowie psychologischem Dienst; tendenzielle Zeitbegrenzung auf ein bis zwei Schuljahre.
  • Die tägliche Anwesenheit der 3 BezugserzieherInnen ermöglicht intensive Betreuung mit viel Kontinuität, Sicherheit und Transparenz.
  • Das klare Setting, die Erziehungsverantwortung mit den Familien zu teilen und familiäre Ressourcen zu erhalten bzw. durch intensive Elternarbeit zu fördern, verbunden mit der Rückführungsabsicht aller Beteiligten und der regelmäßigen Erfahrung der Realität in der Familie am Wochenende und einem Teil der Ferien schafft ganz besondere Grundeinstellungen und Arbeitsmöglichkeiten zugunsten eines effizienten Veränderungsansatzes.
  • Familiäre Krisen, die das Wochenende betreffen, sind aufgrund der Dichte der Familienarbeit und der Nähe zum Lebensumfeld der Familien meist rechtzeitig erkennbar und - bei entsprechenden Kriseninterventionsmöglichkeiten der Einrichtung - meist auf ein erträgliches Maß zu reduzieren.

 Wer kann zu uns kommen?

Kinder im Schulalter

  • die Schwierigkeiten mit ihrem sozialen Umfeld haben
  • die Unterstützung für die Schule benötigen
  • die bei sonstigen Problemen unsere Hilfe wünschen

Eltern

  • die sich mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert fühlen
  • die Unterstützung wünschen in ihrer Erziehungsarbeit
  • die bereit sind nach Lösungen für ihre Probleme zu suchen und Neues auszuprobieren
  • bei denen selbst und bei deren Kindern eine ausreichende positive Veränderung innerhalb von 1 bis 2 Jahren möglich erscheint
  • die ihre Kinder am Wochenende und einem Teil der Ferien selbst betreuen können
  • die eng mit der Einrichtung zusammenarbeiten möchten
  • die an den regelmäßigen Familiengesprächen und unseren Aktivitäten teilnehmen wollen.

 Wie ist das Aufnahmeverfahren?

  • Grundlage für eine Aufnahme in unserer Einrichtung ist das SGB VIII (§§ 27, 34, 32, 35a)
  • Ansprechpartner für Fragen zur Aufnahme ist der/die zuständige Sozialarbeiterln des Jugendamtes, der/die den Kontakt zwischen Familie und Einrichtung herstellt. Das Jugendamt entscheidet auf Antrag der Sorgerechtberechtigten über die Gewährung der Maßnahme.
  • "Vorstellungsgespräche und Schnuppertage" in der Einrichtung ermöglichen eine gründliche Entscheidung.
  • In einem gemeinsamen Gespräch werden die Vereinbarungen für das Behandlungsjahr im Hilfeplan festgelegt und schriftlich anerkannt.

"Eine gute partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen uns und der Familie ist die beste Voraussetzung für den Erfolg der Maßnahme"

 Was sind die Ziele unserer Arbeit?

  • Entlastung der Minderjährigen und ihren Familien durch die Übernahme der Erziehung während der Woche.
  • Verbesserung der Erziehungsbedingungen in der Herkunftsfamilie mit dem Ziel der Rückführung des Kindes in seine Familie.
  • Schaffung einer offenen und vertrauensvollen Atmosphäre und einer guten persönlichen Beziehung, die eine Reihe von Lernprozessen ermöglichen kann.
  • Aufholen von Entwicklungsrückständen und Abbau persönlicher Schwierigkeiten.
  • Stärkung des Selbstwertgefühls und sozialer Fertigkeiten, um sich mit sich selbst und der Umwelt auseinandersetzen zu können.
  • Eingliederung in Familie, Schule, Gemeinwesen und soziales Umfeld.
  • Förderung der Persönlichkeitsbildung, Entfaltung von Interessen und Fähigkeiten.
  • Unterstützung und Beratung der Familie.

 Was machen wir konkret?

In der Arbeit mit den Kindern

  • Vielfältige Erfahrungs- und Lernmöglichkeiten durch das alltägliche Zusammenleben in einer Gruppe.
  • Feste und konstante Beziehungsangebote durch die tägliche Anwesenheit des pädagogischen Personals.
  • Ein geregelter und überschaubarer Tagesablauf mit einem ausgewogenen Anteil an Rechten und Pflichten jedes einzelnen.
  • Erstellung eines individuellen Förder- und Therapieplans
  • Hausaufgabenbetreuung und schulische Förderung mittels Lernprogrammen
  • Erledigung von Haus- und Gartenarbeiten, naturpädagogische Ansätze
  • Schwimmen, Turnen, Bewegungsspiele
  • Malen, Basteln, Werken, Tonen
  • Ausflüge und Ferienfreizeiten
  • Therapeutisches Einzelgespräch, Spieltherapie, Konzentrations- und Entspannungsverfahren u. a.

In der Arbeit mit den Familien

  • 14-tägige Eltern-/Familiengespräche
  • regelmäßige Eltern-/Frauengruppe
  • besondere Veranstaltungen im Jahresablauf
  • Familienausflüge an Wochenenden oder Feiertagen
  • Hilfsangebote bezüglich Wohnen, Arbeiten, Finanzen
  • Herstellung und Unterstützung von Kontakten zu anderen Institutionen und Einrichtungen

Stand: 8.11.2008 21:02 Uhr